In Kärnten werden seit 2024 viel mehr Kälber nach einem eigenen Standard gemästet – das soll Fleischimporte verringern.

Weißt du, woher das Kalbsschnitzel auf deinem Teller kommt? In Österreich werden pro Jahr rund 13,8 Millionen Kilogramm Kalbfleisch gegessen – aber nur etwa 46 Prozent davon kommen aus dem Land selbst. Der Rest, rund 8,2 Millionen Kilogramm, wird aus dem Ausland importiert. Gleichzeitig werden ungefähr 42.000 Kälber aus Österreich ins Ausland exportiert.

In Kärnten läuft seit zwei Jahren ein Projekt namens „Kalb rosé Austria“. Dabei werden Kälber in Österreich geboren, gemästet und geschlachtet. Sie sind bei der Schlachtung zwischen sechs und acht Monate alt. Das Fleisch hat das AMA-Gütesiegel, also ein österreichisches Qualitätssiegel. Seit 2024 hat sich die Zahl der Tiere in solchen Betrieben in Kärnten fast verdreifacht, auf rund 700 pro Jahr.

Politiker und Bauernvertreter sagen: Das Projekt soll helfen, weniger Kalbfleisch zu importieren und mehr im Inland zu produzieren. Agrarreferent Martin Gruber will, dass möglichst viele rinderhaltende Betriebe in Kärnten mitmachen. Josef Fradler von der BVG Kärntner Fleisch sagt, dass Kalb rosé in der Gastronomie – also in Restaurants und Kantinen – schon importiertes Fleisch ersetzt. Kürzere Transportwege und faire Preise für die Bauern sind weitere Vorteile.

Wenn du selbst auf das Essen achtest: AMA-Gütesiegel und „Kalb rosé Austria“ zeigen dir, dass das Fleisch aus Österreich stammt und nach festen Regeln erzeugt wurde. So kannst du beim Einkauf oder im Restaurant bewusst entscheiden.