Der Hamburger Boxer Peter Kadiru hat den Kampf um den WBA-Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen den Russen Murat Gassiev durch technischen K.o. verloren.

Kadiru, 29 Jahre alt und aus Hamburg, bekam den WM-Kampf erst ganz kurzfristig angeboten. Eigentlich sollte der Franzose Tony Yoka gegen Gassiev boxen, doch der fiel wegen einer Rückenverletzung aus. Kadirus Agentur meldete sich daraufhin beim Management von Gassiev, das wenige Tage später zusagte. Kadiru hatte also nur wenige Tage, um sich auf den größten Kampf seiner Karriere vorzubereiten.

Im Ring in Moskau lief es dann nicht gut für ihn. Gassiev gewann die ersten drei Runden klar und griff immer wieder Kadirus Körper an. Dadurch verlor der Hamburger zunehmend an Kraft. In der sechsten Runde, nach nur einer Minute, warf sein Trainer Christian Morales das Handtuch. Das bedeutet: technischer K.o. gegen Kadiru.

Es war bereits sein 25. Profikampf, seine zweite Niederlage, 23 Siege stehen zu Buche. Als Amateur war Kadiru dreimal Europameister, gewann WM-Silber und 2014 Gold bei den Olympischen Jugendspielen. Mit einem Sieg wäre er erst der dritte deutsche Schwergewichts-Weltmeister überhaupt gewesen.