Marokko hat bei der Fußball-WM Co-Gastgeber Kanada klar mit 3:0 geschlagen und steht als erstes Team im Viertelfinale.

Stell dir vor, du spielst ein Riesenspiel vor über 68.000 Fans in Houston – und am Ende gewinnst du deutlich: Genau das hat Marokko am Samstagabend geschafft. Im WM-Achtelfinale schlugen die Nordafrikaner Co-Gastgeber Kanada mit 3:0. Nach einer müden ersten Hälfte drehten sie richtig auf.

Die erste Hälfte war ziemlich zäh. Marokko hatte noch nicht einmal einen Schuss aufs Tor gebracht, als die Pause kam. Kanada war mutig, scheiterte aber immer wieder am Marokko-Torwart Yassine Bounou. Er ist übrigens in Kanada geboren – ein kleines Detail, das die Geschichte noch spannender macht.

Direkt nach der Pause ging es dann richtig los. In der 50. Minute stand es plötzlich 1:0: Achraf Hakimi, der bisherige Star der WM, legte einen Freistoß clever zurück, und Azzedine Ounahi hämmerte den Ball in den Winkel. Zwölf Minuten vor Schluss schnappte sich Brahim Diaz den Ball im Konter, dribbelte an einem Gegner vorbei und bediente Ounahi erneut – 2:0.

Kanada warf in der letzten Viertelstunde alles nach vorne, sogar der eigene Torwart stürmte mit bei einer Ecke. Doch Marokko konterte eiskalt: In der 98. Minute schoss Soufiane Rahimi das 3:0 und machte den Deckel drauf.

Das nächste Spiel wartet schon: Am Donnerstag, 9. Juli, trifft Marokko in Boston auf den Sieger der Partie Frankreich gegen Paraguay. Erst zwei Siege trennen sie vom erneuten Halbfinale – das hatte Marokko bei der WM 2022 in Katar als erstes afrikanisches Team überhaupt erreicht.