Der Düngemittelhersteller K+S rüstet sein Werk in Heringen um: Bis 2028 soll dort ein neues Verfahren weniger Salzabwasser und viel weniger CO2 verursachen.
K+S ist ein großes Unternehmen aus Kassel, das Düngemittel herstellt. Es hat jetzt am Standort Wintershall in Heringen mit dem Bau eines neuen Produktionsgebäudes begonnen. Das Gebäude wird 65 Meter hoch und soll in etwa zwei Jahren fertig sein. Ziel ist, dass dort Kali – ein wichtiger Rohstoff für Dünger – ab 2028 mit einem neuen, trockenen Verfahren aufbereitet wird.
Bei dem alten nassen Verfahren wird das Rohsalz in Wasser aufgelöst. Dabei entsteht viel salziges Abwasser, das in die Werra geleitet wird. Das ist schlecht für Flüsse und Böden. Mit dem neuen ESTA-Verfahren bekommen die Salzteilchen elektrische Ladungen und werden in einem starken elektrischen Feld voneinander getrennt. So fällt kaum noch Prozessabwasser an.
