Eine große Studie hat 14- bis 17-Jährige in Deutschland gefragt, wie sie TikTok, Instagram und YouTube erleben – und viele wünschen sich, ohne diese Apps aufgewachsen zu sein.
Was ist passiert? Fast die Hälfte der Jugendlichen (47 Prozent) sagt: „Ich beneide Generationen, die ohne Social Media aufgewachsen sind." Die JIMplus-Studie wurde in Mainz vorgestellt. Mehr als drei Viertel der Befragten nutzen Social Media regelmäßig, am liebsten YouTube, Instagram und TikTok. YouTube, Instagram und TikTok sind die am weitesten verbreiteten Freizeitaktivitäten. Trotzdem landet „auf Social Media unterwegs sein" nur bei 19 Prozent auf der Liste der drei Wohlfühl-Aktivitäten – Freunde und Familie liegen klar vorn.
Wer hilft? Yvonne Gerigk von der Landesanstalt für Kommunikation hat die Studie mitgeschrieben. Sie sagt: Der größte Nutzen der Plattformen ist für die Jugendlichen der Zugang zu Wissen (82 Prozent sehen das so). In Einzelinterviews haben 20 junge Leute offen erzählt, was sie belastet – etwa ständige Ablenkung (72 Prozent) und fehlende Freizeit (55 Prozent). Diese Stimmen fließen in die politische Debatte ein, zum Beispiel über ein mögliches Mindestalter für Social Media. Jugendliche fordern laut Studie oft ein höheres Einstiegsalter, als sie selbst hatten.
