Das japanische Unternehmen Dai Nippon Printing hat den österreichischen Smartcard-Hersteller Austriacard übernommen, nachdem genug Aktionäre ihre Aktien verkauft haben.
Die Firma Austriacard stellt unter anderem die österreichische Gesundheitskarte, die sogenannte E-Card, her. Das Unternehmen ist seit 2023 an der Wiener Börse gelistet und auf sichere Datenlösungen und Smartcards spezialisiert. Jetzt wird es von einem großen japanischen Konzern übernommen.
Für die Übernahme mussten mindestens 75 Prozent der Aktionäre ihre Aktien an DNP verkaufen. Diese Schwelle wurde erreicht, auch weil die Vorstandsmitglieder von Austriacard ihre eigenen Anteile angedient haben. Der Preis pro Aktie liegt bei 10 Euro.
Das Angebot läuft noch bis zum 21. August 2026. Wer als Aktionär noch nicht verkauft hat, kann das in dieser Zeit nachholen. Danach gehört Austriacard offiziell mehrheitlich dem japanischen Konzern.
Für Kundinnen und Kunden ändert sich vorerst nichts. Die E-Card wird weiterhin in Österreich produziert, bestehende Verträge mit dem Staat bleiben bestehen. Mit dem neuen Eigentümer bekommt Austriacard aber mehr Ressourcen, um in Europa und Asien zu wachsen.
