Ein neues Bahnunternehmen aus Italien will ab 2028 in Deutschland Fernzüge fahren lassen. Die Chefin der Deutschen Bahn warnt aber vor möglichen Problemen.

Was ist passiert? Das italienische Unternehmen Italo hat angekündigt, ab 2028 Fernzüge in Deutschland zu betreiben. Auf der Strecke München-Frankfurt-Köln-Dortmund soll jede Stunde ein Zug fahren, auf der Strecke München-Berlin-Hamburg soll alle zwei Stunden ein Zug fahren. Dafür will Italo viel Geld in neue Züge stecken.

Was ist Fernverkehr? Damit sind schnelle Züge zwischen großen Städten gemeint, zum Beispiel ICE. Heute fährt auf diesen Strecken fast nur die Deutsche Bahn – sie hat rund 95 Prozent Marktanteil. Italo wäre also ein neuer Mitspieler.

Was sagt die Chefin der Deutschen Bahn? Evelyn Palla, die Bahnchefin, hat in Berlin gesagt: 'Sonst droht ein ungesteuerter Wettbewerb, dessen Folgen sich am Ende womöglich für die Mehrheit negativ auswirken'. Damit meint sie: Ein neues Unternehmen fährt vielleicht nur auf den Strecken, die viel Geld bringen. In kleineren Städten könnten dagegen Verbindungen verschwinden.