Das italienische Bahnunternehmen Italo steigt 2028 in den deutschen Fernverkehr ein und hat dafür 26 neue Hochgeschwindigkeitszüge bei Siemens bestellt.

Italo, der erste private Hochgeschwindigkeitszugbetreiber Italiens, will ab Mitte 2028 in Deutschland fahren. Dafür hat das Unternehmen 26 neue Züge vom Typ Velaro Multi System bei Siemens bestellt – gebaut werden sie im Werk in Krefeld. Jeder Zug hat acht Wagen, etwa 450 Sitzplätze, drei Klassen, ein Bistro und 5G- sowie Satelliten-Internet an Bord. Spitzenreisen sollen mit bis zu 320 km/h möglich sein, also ungefähr so schnell wie ein ICE.

Italo will zwei große Strecken bedienen: München–Köln–Dortmund und München–Berlin–Hamburg. Insgesamt sind 18 Städte, rund 1.300 Kilometer Strecke und 50 tägliche Verbindungen geplant. Damit sollen Reisende künftig mehr Auswahl und häufigere Züge bekommen, sagt Italo-Chef Gianbattista La Rocca. Das Investitionspaket liegt laut Italo bei rund 3,6 Milliarden Euro.