Die Bundesnetzagentur hat entschieden, dass die Deutsche Bahn auf stark genutzten Strecken künftig mindestens ein Viertel ihrer Kapazitäten an andere Bahnunternehmen abgeben muss – auch an den italienischen Anbieter Italo.

Stell dir vor, du steigst in einen Zug und der gehört nicht der Deutschen Bahn, sondern einem italienischen Unternehmen. Genau das plant Italo: Das Unternehmen will ab 2028 in Deutschland Fernverkehrszüge fahren lassen, zum Beispiel von München über Köln nach Dortmund. Dafür hat Italo bei der Bundesnetzagentur Beschwerde eingelegt, weil es mehr Platz auf den Schienen wollte.

Die Bundesnetzagentur ist die Behörde, die in Deutschland Märkte im Bereich Energie, Telekommunikation und auch Eisenbahn überwacht. Sie hat nun entschieden, dass die Deutsche Bahn auf stark ausgelasteten Strecken mindestens ein Viertel ihrer Kapazitäten an Wettbewerber abgeben muss. Das gilt vor allem für Knoten wie München und Frankfurt, wo viele Züge gleichzeitig unterwegs sind.