Der italienische Konzern MFE will mit der deutschen Sendergruppe ProSiebenSat.1 schneller Geld sparen als gedacht und Synergien von 160 Millionen Euro im laufenden Jahr heben.

MFE ist ein großer Fernsehkonzern aus Italien, der seit Jahren immer mehr Anteile an ProSiebenSat.1 kauft. Dazu gehören dir bekannte Sender wie ProSieben, SAT.1, ATV und Puls 4. Schon letztes Jahr hat MFE die Kontrolle übernommen und hält jetzt mehr als 75 Prozent der Anteile.

Konzernchef Pier Silvio Berlusconi hat bei einer Pressekonferenz in der Nähe von Mailand gesagt: MFE spart jetzt schneller als geplant Geld, weil viele Doppelstrukturen wegfallen, etwa bei Werbung, Sendetechnik und Verwaltung. Kurzfristig gehen die Erlöse durch den Verkauf von Firmenteilen aber leicht zurück. Dafür sollen die Gewinne steigen.

Ein Delisting an der Börse, also das vollständige Verschwinden von der Börse, ist vorerst kein Thema. Auch ein riskanter Zukauf mit viel Fremdkapital, ein sogenannter Leveraged Buyout, ist kurzfristig nicht geplant. ProSieben konzentriert sich künftig wieder stärker aufs Fernsehen und auf österreichische Sender wie Puls 4, Puls24, ATV und ATV2.