Mehr als drei Monate nach dem Tod des iranischen Machthabers Ajatollah Ali Chamenei plant der Iran nun offizielle Trauerfeiern und eine Beisetzung.

Was ist passiert? Ajatollah Ali Chamenei, der oberste Führer des Iran, ist am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff auf sein Büro in Teheran getötet worden. Seitdem sind mehr als drei Monate vergangen, ohne dass er beigesetzt wurde. Nun hat der stellvertretende Bürgermeister von Teheran, Amin Tawakolisadeh, bekannt gegeben, dass die Beisetzung zu Beginn des islamischen Trauermonats Muharram stattfinden soll, frühestens also ab Mitte Juni. Offizielle Trauerfeiern sind in Teheran, in der Pilgerstadt Ghom und in Chameneis Heimatstadt Maschhad geplant. Die Beisetzung soll im Imam-Resa-Mausoleum in Maschhad stattfinden, einem der wichtigsten Pilgerorte des schiitischen Islams.

Wer hilft? Die Behörden in Teheran bereiten sich laut den Berichten auf Menschenmengen von bis zu 20 Millionen Menschen vor. Das ist eine enorme logistische Aufgabe: Straßen, Sicherheit, Versorgung und medizinische Hilfe müssen organisiert werden. Hochrangige politische und militärische Vertreter werden zu den Zeremonien erwartet. Außerdem haben die iranischen Medien die Informationen veröffentlicht, damit sich die Bevölkerung auf die Trauerfeiern einstellen kann.