Vor hundert Jahren wurde Ingeborg Bachmann in Klagenfurt geboren; ihr Werk prägt die deutschsprachige Literatur bis heute.
Ingeborg Bachmann wurde 1926 in Klagenfurt in Österreich geboren. Schon als junge Frau schrieb sie Gedichte, die viele Menschen berührten. 1953 bekam sie einen wichtigen Literaturpreis, nachdem sie vor der Gruppe 47 – einem Treffen von deutschsprachigen Schriftstellerinnen und Schriftstellern – aus ihrem ersten Gedichtband 'Die gestundete Zeit' gelesen hatte. Der Band enthält die Zeilen: 'Es kommen härtere Tage / Die auf Widerruf gestundete Zeit wird sichtbar am Horizont.' Damit meinte sie, dass sich die Geschichte nicht aufhalten lässt und irgendwann sichtbar wird, was lange verdrängt wurde.
Bachmann studierte Philosophie und Psychologie und dachte viel über Sprache nach. In ihrer Erzählung 'Unter Mördern und Irren' schrieb sie den berühmten Satz: 'Keine neue Welt ohne eine neue Sprache.' Damit meinte sie, dass sich die Welt nur verändern lässt, wenn wir auch neue Worte und neue Gedanken finden.
