Beim ersten Besuch der japanischen Premierministerin in Indien haben beide Länder eine große Zusammenarbeit in Wirtschaft, Energie und Technologie beschlossen.
Indien und Japan wollen in den nächsten Jahren viel enger zusammenarbeiten. Beim Treffen in der Hauptstadt Neu-Delhi haben die Premierminister Narendra Modi und Sanae Takaichi einen Plan vorgestellt, der die Lieferketten zwischen beiden Ländern stabiler machen soll – also die Wege, auf denen Rohstoffe, Bauteile und Produkte von einem Land ins andere kommen. Besonders wichtig sind ihnen Technologien wie Halbleiter (winzige Bauteile, ohne die Smartphones und Computer nicht funktionieren), Quantentechnologien und neue Werkstoffe. Damit reagieren sie auf politische Spannungen in der Welt, die Lieferketten unsicher machen können.
Ein besonders konkretes Projekt: In Indien sollen 1.000 neue Anlagen entstehen, die Biogas und organischen Dünger herstellen. Biogas ist ein Treibstoff, der aus Pflanzenresten oder Tiermist gewonnen wird und als erneuerbare Energie gilt. Organischer Dünger ersetzt chemische Mittel und hilft der Landwirtschaft. Daneben haben Indien und Japan Abkommen in Bereichen wie künstlicher Intelligenz, Verteidigung und Gesundheit unterzeichnet. Modi sagte, Japan sei "zu einem 'Schlüsselpartner in Indiens Wachstumsstory geworden - von Autos bis elektronische Geräte'" und nannte Takaichi "jüngerer Schwester", was die freundschaftliche Stimmung zwischen den beiden zeigte.
