Die Huthi-Miliz im Jemen hat eine wichtige Meerenge für den Welthandel blockiert, und Expertinnen und Experten warnen vor höheren Preisen.

Die Huthis sind eine Miliz im Jemen, die mit dem Iran verbündet ist. Sie hat in der Meerenge Bab al-Mandab, auch "Tor der Tränen" genannt, eine Blockade gegen Saudi-Arabien ausgerufen. Gleichzeitig ist die Straße von Hormus, eine andere wichtige Seeroute, laut Datenanbieter Kpler "so gut wie unpassierbar". Der Schiffsverkehr ist in beiden Meerengen deutlich zurückgegangen – in der Straße von Hormus sogar um 31 Prozent an einem Tag. Die Huthis sagen, sie haben sechs Schiffe zur Umkehr gezwungen; eine unabhängige Bestätigung gibt es dafür nicht. Das Bab al-Mandab verbindet Asien über den Suezkanal mit Europa und ist eine der wichtigsten Routen für Öl und Waren.

Viele Schiffe weichen jetzt auf einen riesigen Umweg um das Kap der Guten Hoffnung am südlichen Afrika aus. Diese Route ist viel länger und kostet laut dem Datenanbieter Windward rund zwei Millionen US-Dollar mehr pro Reise. Wegen dieser höheren Kosten könnten Produkte wie Benzin oder Lebensmittel teurer werden.