US-Präsident Donald Trump hat seine Idee, Schiffe durch die Straße von Hormus teurer zu machen, nach nur einem Tag wieder verworfen.

Was ist passiert? Trump wollte, dass jedes Schiff, das durch die Straße von Hormus fährt, 20 Prozent vom Wert seiner Ladung an die USA zahlt. Das wäre viel Geld gewesen - Experten schätzten rund 240 Millionen Dollar pro Tag. Schon am Tag danach hat er diesen Plan wieder gestoppt. Statt Geld von Schiffen zu verlangen, will er jetzt mit Ländern am Persischen Golf neue Handels- und Investitionsverträge abschließen. Die Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen dem Iran und Oman. Dort fließt ein riesiger Teil des weltweiten Öls durch, deshalb ist sie so wichtig.

Wer hilft? Viele Experten und Organisationen haben die Idee kritisiert. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) sagt: Auf einer natürlichen Meerenge darf man eigentlich keine Gebühren verlangen, das ist im Völkerrecht so geregelt. Martin Kröger vom Verband Deutscher Reeder hat erklärt, dass kein einzelnes Land einfach so eine Maut einführen darf. Professor Klemens Fischer von der Universität zu Köln meint, die USA hätten dafür gar keine rechtliche Grundlage. Reedereien, die UNO und viele Regierungen haben sich also gegen den Plan gestellt - das hat am Ende mit dazu beigetragen, dass Trump zurückgerudert ist.