Nach dem brisanten Stadtderby zwischen dem HSV und dem FC St. Pauli im Januar hat der Deutsche Fußball-Bund jetzt beiden Klubs hohe Geldstrafen aufgebrummt.
Beim Hamburger Stadtderby am 23. Januar haben Fans von beiden Vereinen im Stadion so viel Pyrotechnik – also Rauchtöpfe, Bengalische Feuer und Böller – gezündet, dass sich die zweite Halbzeit um fast sechs Minuten verspätete. Das Spiel endete 0:0. Solche Aktionen sind im Stadion streng verboten, weil sie für alle Beteiligten gefährlich werden können: Rauch kann Panik auslösen, Brandverletzungen sind möglich, und die Sicht für die Spieler wird stark eingeschränkt. Deshalb hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nun reagiert.
Das DFB-Sportgericht hat dem HSV eine Strafe von 253.000 Euro und dem FC St. Pauli sogar 359.000 Euro auferlegt. Beide Klubs können aber einen Teil des Geldes für eigene Sicherheits- und Präventionsprojekte verwenden – St. Pauli zum Beispiel bis zu 120.000 Euro. Damit soll erreicht werden, dass die Vereine nicht nur bestraft, sondern auch aktiv gegen Gewalt und Pyrotechnik vorgehen. Bis Ende des Jahres müssen sie dem DFB nachweisen, was sie konkret getan haben.
