Nach einer extremen Hitzewelle berichten Bestatter in Nordrhein-Westfalen und der Rhein-Neckar-Region, dass ihre Kühlräume voll sind und deutlich mehr Menschen sterben als sonst.
Was ist passiert? In Deutschland gab es am vergangenen Wochenende Rekordhitze. In Nordrhein-Westfalen und der Rhein-Neckar-Region mussten Bestatter so viele Verstorbene versorgen wie seit der Coronazeit nicht mehr. „Die Kühlräume für Leichen seien voll“, sagte Christian Jäger vom Verband der Bestatter in NRW. Mehrere Pflegeheime wurden evakuiert, weil die Hitze dort unerträglich wurde, und Notaufnahmen hatten nachts Spitzenwerte. „Die extreme Hitze in Baden-Württemberg hatte Auswirkungen auf die Gesundheit und das Leben vieler Menschen“, heißt es in Berichten.
Wer hilft? Feuerwehr und Katastrophenschutz unterstützen Kliniken, zum Beispiel mit Ventilatoren, wenn Klimaanlagen ausfallen. Pflegeheime werden vorübergehend evakuiert, damit Bewohner nicht in überhitzten Räumen bleiben müssen. Ärzte und Notfallmediziner wie Dr. Ingmar Gröning aus Krefeld warnen vor den Folgen und bereiten ihre Stationen auf weitere Hitzewellen vor. Fachleute fordern, dass Deutschland sich besser auf solche Wetterextreme vorbereitet, weil der Klimawandel sie häufiger macht.
