Im nordrhein-westfälischen Landtag wurde darüber gestritten, wie sich das Land besser gegen extreme Hitze schützen kann – einen Tag vor der Sommerpause.

Was ist passiert? Anfang Juli hat eine starke Hitzewelle Nordrhein-Westfalen getroffen. Schulen mussten den Unterricht ausfallen lassen, Rettungsdienste waren im Dauereinsatz, und laut Schätzungen starben Ende Juni rund 1.000 Menschen an den Folgen der Hitze. Der Landtag in Düsseldorf hat am Mittwoch darüber diskutiert, was die Politik dagegen tun kann. Ein Antrag von CDU und Grünen listet 19 Maßnahmen auf – zum Beispiel Geld für Klimaanlagen in Pflegeheimen und das Entsiegeln von Schulhöfen, damit der Boden mehr Wasser aufnehmen kann.

Wer hilft? Viele Seiten haben sich in der Debatte eingebracht. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann will ein Frühwarnsystem für Hitzewellen im Gesundheitswesen aufbauen und ein Konzept für mehr Klimatisierung in Pflegeeinrichtungen vorlegen. SPD-Oppositionsführer Jochen Ott forderte ein eigenes Hitzeschutz-Kabinett unter Leitung des Ministerpräsidenten, das alle Ministerien bündelt. Außerdem bedankten sich Rednerinnen und Redner aus CDU, Grünen, SPD und FDP bei Rettungskräften, Polizei, Feuerwehr, Pflegekräften und Bestattern für ihren Einsatz – Aufgaben, die in solchen Phasen oft unsichtbar bleiben.