Wenn es im Sommer richtig heiß wird, sollen Schulen in Österreich künftig klare Regeln haben, wie sie reagieren.

Stell dir vor, du sitzt im Klassenzimmer und es sind 32 Grad – da kann man sich kaum konzentrieren. Genau darum geht es: Bildungsminister Christoph Wiederhofer hat einen Plan vorgestellt, der Schulen helfen soll, mit solchen Situationen besser umzugehen. Ab einer bestimmten Warnstufe, der Warnstufe zwei, sollen Schulen bestimmte Maßnahmen umsetzen dürfen.

Was heißt das konkret? Zum Beispiel könnte der Unterricht früher beginnen, damit die heißesten Stunden am Nachmittag vermieden werden. Pausen könnten in schattige Bereiche verlegt werden, und im Sportunterricht soll es an heißen Tagen weniger anstrengende Aktivitäten geben. Bei sehr starker Hitze könnten Schulen den Unterricht auch verkürzen oder online stattfinden lassen.

Viele Schulen haben bisher selbst entschieden, was sie tun – das führte dazu, dass es in manchen Schulen Hitzefrei gab und in anderen nicht. Mit dem neuen Plan soll es überall in Österreich ähnliche Regeln geben. Die Gewerkschaftsjugend und Schulleitungen wie Andreas Schaffhauser vom ABZ Waizenkirchen finden das gut, sagen aber auch: Langfristig brauchen Schulen bessere Technik wie Klimaanlagen oder Sonnenschutz.