Kärnten will Volksschulen und Kindergärten mit Sonnensegeln, Trinkbrunnen und Begrünung gegen die Sommerhitze aufrüsten – und unterstützt die Gemeinden dabei mit Geld.

Wenn im Juni die Temperaturen steigen, wird es in vielen Klassenzimmern und Gruppenräumen schnell unerträglich. Genau hier setzt ein neues Programm des Landes Kärnten an: Von 1. Juli 2026 bis 31. Dezember 2027 fließen vier Millionen Euro in Hitzeschutz für Volksschulen, Kindergärten und Kinderbetreuungseinrichtungen. Gefördert werden zum Beispiel Sonnensegel, Pergolen, schattenspendende Pflanzen, Trinkbrunnen und begrünte Dächer. Auch technische Lösungen wie Deckenventilatoren, Hitzeschutzfolien oder voll klimatisierte Ruheräume – sogenannte Cooling Rooms – sind möglich.

Das Land übernimmt bis zu 80 Prozent der Kosten. Gemeinden stellen einen Antrag digital bei der Abteilung 3 der Landesregierung und bekommen nach Vorlage der Rechnungen ihr Geld. Für Beratung gibt es eine eigene Klimakoordination in der Abteilung 8 und Unterstützung durch die KLAR-Manager, die sich mit Klimaanpassung in den Regionen beschäftigen. Bildungslandesrat Peter Reichmann fordert außerdem, dass neue Schulen in ganz Österreich künftig nach klimafitten Standards gebaut werden – also von Anfang an mit Beschattung, Grünflächen und energiesparender Gebäudetechnik.