Einige Schulen im Kanton Zürich liessen wegen der grossen Hitze den Nachmittagsunterricht ausfallen, obwohl das Schulamt das nicht erlaubt.
Die Schule Meilen hat am 25. und 26. Juni den Nachmittagsunterricht für alle gestrichen, weil es über 35 Grad warm war. Rektor Jörg Walser sagte, dass Unterricht mit bis zu 26 Kindern in einem heissen Klassenzimmer schlicht nicht möglich sei. Auch die Schule in Dübendorf schickte Kinder früher nach Hause, weil das Freibad gerade umgebaut wird und es kaum Abkühlung gibt.
Zuständig für die Schulregeln ist das kantonale Volksschulamt. Die Leiterin Myriam Ziegler erklärt: «Im Kanton Zürich gibt es keine gesetzlichen Grundlagen für Hitzeferien.» Schulen müssten während der Schulzeit auf die Kinder aufpassen, deshalb finde Schule auch bei Hitze statt. Die alte Hitzefrei-Regel wurde schon in den 1980er-Jahren abgeschafft.
Manche Schulen werden aber kreativ: Sie verlegen den Unterricht in den Wald, machen Fussbäder, organisieren Wasserschlachten oder stellen Glacen-Eis her. In der Stadt Zürich will die Politik langfristig etwas ändern: Schulhöfe sollen entsiegelt, Bäume gepflanzt und mehr Schattenplätze geschaffen werden – das nennt man Schwammstadt. Andere Politiker finden, Klimaanlagen bringen mehr. Du kannst bei grosser Hitze mithelfen, indem du genug trinkst, leichte Kleidung trägst und deine Lehrerin oder deinen Lehrer fragst, ob es einen schattigen Platz für den Unterricht gibt.
