Wenn es im Sommer sehr heiß wird, können sich Schienen stark aufheizen und sogar verformen – die Bahnen in Österreich, Deutschland und der Schweiz bereiten sich deshalb mit Wartung und Technik darauf vor.
Was ist passiert? Bei einer Hitzewelle im Juni zeigten die Thermometer mehr als 40 Grad. In Österreich, der Schweiz und Deutschland kam es dadurch zu Schienenverformungen. Schienen können sich bei direkter Sonne ungefähr 20 Grad stärker aufheizen als die Luft – also auf bis zu 65 Grad. Bei solchen Temperaturen dehnen sich die Metallschienen aus und können sich verbiegen, besonders an älteren Strecken oder ungünstigen Stellen.
Wer hilft? Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) reagieren mit verschiedenen Maßnahmen. Sie warten schon im Winter die Klimaanlagen und Kühlsysteme der Züge, damit sie im Sommer funktionieren. Auf wichtigen Strecken fahren Messzüge viermal im Jahr, um Schwachstellen früh zu erkennen. Außerdem verwenden sie Betonschwellen, weil diese Verformungen besser standhalten. Die ÖBB haben zudem ein eigenes Wetterwarnsystem mit 55 Wetterstationen, das sie früh vor extremer Hitze warnt. Wissenschafter wie Ferdinand Pospischil von der TU Graz und Harald Loy von der Universität Innsbruck erforschen das Thema und beraten die Bahnen.
