Wenn es draußen extrem heiß ist, reagierst du nicht nur körperlich, sondern auch psychisch – mit weniger Geduld, schlechterem Schlaf und Stress.

Was ist los mit dir, wenn du bei Hitze genervt, unkonzentriert oder einfach schlecht drauf bist? Damit bist du nicht allein. Eine Studie aus den USA hat Prüfungen von Schülerinnen und Schülern verglichen: Wer in einem heißen Raum saß, schnitt schlechter ab als die, die es kühler hatten. Grund ist das Gehirn: Bei Hitze arbeitet der Bereich, der für Selbstkontrolle zuständig ist, einfach schlechter.

Auch online wird es bei hohen Temperaturen rauer. Forscherinnen und Forscher haben Millionen Tweets und Chats untersucht und herausgefunden: Je heißer es war, desto mehr beleidigende oder aggressive Kommentare gab es. Selbst dein Handy-Plan hat also mit dem Wetter zu tun.

Dazu kommt schlechter Schlaf. Tropische Nächte – also Nächte, in denen es kaum abkühlt – rauben dir Erholung. Und wer schlecht schläft, ist tagsüber dünnhäutiger und reagiert schneller gereizt. Petra Stecher, Psychotherapeutin, sagt: Schlafmangel wirkt dann wie ein Katalysator für schlechte Stimmung.