Die Hisbollah-Miliz im Libanon will die mit Israel ausgehandelte Waffenruhe nicht akzeptieren. Warum das gefährlich ist und wer versucht, den Konflikt zu entschärfen.

Was ist passiert? Der Chef der Hisbollah, Naim Kassem, hat im Fernsehen eine Erklärung verlesen lassen. Darin lehnt er die Waffenruhe ab, die zwischen Israel und dem Libanon in der Hauptstadt der USA, Washington, ausgehandelt wurde. Kassem sagte, das Abkommen sei ein „Fahrplan zur Vernichtung eines Teils des libanesischen Volkes und zur Unterwerfung des übrigen Teils“. Er fordert, dass Israel sich komplett aus dem Süden des Libanons zurückzieht. In derselben Nacht wurde eine Basis der UN-Friedenstruppen (UNIFIL) im Südlibanon angegriffen. Ein Blauhelm-Soldat aus Serbien starb, zwei weitere wurden verletzt. Israel sagt, die Hisbollah sei für den Angriff verantwortlich – das wurde bisher aber nicht unabhängig bestätigt.

Wer hilft, die Lage zu entschärfen? Die Regierungen des Libanon und Israels haben in Washington mit US-Vermittlern über eine Waffenruhe gesprochen. Das Ziel: Die Angriffe der Hisbollah auf Israel sollen aufhören, damit die Gewalt im Grenzgebiet endet. UNIFIL, die UN-Friedenstruppe, ist in der Region im Einsatz, um die Lage zu beobachten und die Bevölkerung zu schützen. Sie hat eine Untersuchung des Angriffs auf ihre Basis angekündigt. Auch die internationale Gemeinschaft und verschiedene Regierungen versuchen, zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln.