Die Hisbollah will den Waffenstillstand mit Israel nicht mittragen, obwohl Israel und der Libanon sich in Washington geeinigt haben – und im Südlibanon sterben weiter Menschen.

Was ist passiert? Israel, der Libanon und die USA haben sich auf einen neuen Plan für eine Waffenruhe geeinigt. Die Hisbollah sagt aber: Nein. Ihr Chef Naim Kassim hat im Fernsehen eine Erklärung verlesen und das Abkommen scharf kritisiert. Er sagt, die Waffenruhe sei unfair, weil die Hisbollah ihre Angriffe stoppen solle, Israel aber weiter angreife. Kurz nach der Bekanntgabe wurde im Südlibanon ein UN-Soldat getötet, und eine Familie, die in ihr Dorf zurückgekehrt war, kam ums Leben. Im Norden Israels heulen wieder Luftschutzsirenen.

Wer hilft? Die Vereinten Nationen sind mit UNIFIL-Blauhelmen im Südlibanon im Einsatz. UNIFIL hat gefordert, dass die Gewalt sofort aufhört, und untersucht den Angriff auf die UN-Basis. Auch die libanesische Regierung versucht zu vermitteln: Sie will am Ende alle Milizen entwaffnen und die Kontrolle über das ganze Land übernehmen. Israel und der Libanon wollen Ende Juni weiter miteinander reden. Die USA stehen als Vermittler bereit, und Pilotzonen sollen unter ihrer Leitung entstehen.