Die Landesregierung in Hessen will, dass Städte und Gemeinden verpflichtend an den Einnahmen aus Wind- und Solarparks beteiligt werden – und damit mehr Geld für Kitas, Straßen oder Schwimmbäder haben.
In Hessen entstehen gerade viele neue Windräder und große Solaranlagen. Die Betreiber dieser Anlagen verdienen damit Geld, indem sie Strom erzeugen und ins Netz einspeisen. Bisher war es freiwillig, ob sie etwas davon an die Gemeinde abgeben, in der die Anlage steht. Das soll sich jetzt ändern.
Wirtschafts- und Energieminister Kaweh Mansoori (SPD) hat am Montag einen Gesetzentwurf vorgestellt. Danach sollen Betreiber künftig 0,2 Cent pro Kilowattstunde Strom an die jeweilige Kommune zahlen – Pflicht, nicht freiwillig. Bei einem modernen Windrad wären das laut Ministerium 30.000 bis 40.000 Euro im Jahr, bei einer großen Freiflächen-Solaranlage rund 20.000 Euro. Über 20 Jahre könnten so Millionenbeträge für eine Gemeinde zusammenkommen.
