Beim großen Triathlon-Weltcup in Hamburg hat der deutsche Athlet Henry Graf den dritten Platz geholt.

Stell dir vor: 750 Meter Schwimmen in der Hamburger Binnenalster, dann 20 Kilometer Radfahren und zum Schluss 5 Kilometer Laufen. Genau das war die Strecke beim Sprintrennen der World Triathlon Championship Series. Für Henry Graf lief es am Ende richtig gut: Er finishte als Dritter und war damit der beste Deutsche im Feld.

Nach dem Schwimmen lag Graf noch auf Platz 21. Das klingt weit weg, aber im Triathlon kann man mit einem starken Radsplit und einem guten Lauf viel gutmachen. An der zweiten Wechselzone – das ist der Bereich, wo man vom Rad auf die Laufschuhe wechselt – führte er dann sogar eine große Spitzengruppe an. Im Endspurt musste er sich nur dem Australier Matthew Hauser und dem Portugiesen Vasco Vilaca geschlagen geben. Hauser gewann das Rennen sogar zum dritten Mal in Folge, das ist eine echte Serien-Power.

Graf sagte nach dem Rennen: „Das war von hinten bis vorne ein gutes Rennen“. Er meinte damit, dass alles gut zusammenpasste, auch wenn seine Achillessehne nach dem Wettkampf etwas zwickte. Im Gesamtklassement liegt er nach fünf von neun Saisonrennen auf Platz vier. Für die deutschen Fans ist das ein starkes Zeichen: Die heimische Triathlon-Szene ist vorne mit dabei, besonders mit Blick auf die Mixed-Staffel, die am Sonntag in Hamburg antritt. Deutschland hatte diesen WM-Titel 2023 und 2024 gewonnen.

Bei den Frauen gab es ebenfalls einen deutschen Lichtblick: Lisa Tertsch, die in Darmstadt wohnt und in der Nähe von Boston an der Harvard-Universität studiert, wurde Zweite. Sie erzählte, dass sie erst am Donnerstag in Hamburg angekommen war und das Ergebnis daher für sie selbst eine kleine Überraschung war. Ihr Satz dazu: „Ich bin erst am Donnerstag angereist. Ich wusste, dass das ambitioniert ist. Aber ich habe gedacht, ich probiere es trotzdem. Es hat super funktioniert“.