Der Belgier Tim Merlier hat bei der Tour de France auch die achte Etappe gewonnen und damit seinen zweiten Tagessieg in Folge geholt.

Stell dir vor, du fährst 180 Kilometer Rad bei brütender Hitze – und am Ende gewinnst du trotzdem. Genau das hat Tim Merlier am Samstag geschafft. Im Zielort Bergerac war er im Sprint einfach nicht zu schlagen. Sein Team hat ihn perfekt in Position gebracht, sodass er auf den letzten Metern voll loslegen konnte. "Bei 250 Metern habe ich gedacht: Ich gebe alles", erzählte er nach dem Rennen. Am Ende wurde es ziemlich eng, weil er im Finale fast in einen Sturz verwickelt wurde. Aber er blieb auf dem Rad und feierte seinen insgesamt fünften Tour-Etappensieg.

Hinter Merlier sprinteten Biniam Girmay aus Eritrea und der Niederländer Olav Kooij auf die Plätze zwei und drei. Auch der belgische Starsprinter Jasper Philipsen war wieder mit dabei, musste sich aber mit Rang vier begnügen. Die Hitze war ein großes Thema: Viele Fahrer kämpften sichtlich mit den Temperaturen. Ein Profi sagte nach dem Rennen: "Ich musste ständig kämpfen, bis zur letzten Minute. In dieser Hitze war es ein wirklich schwieriges Unterfangen."

In der Gesamtwertung hat sich oben nichts verändert. Tadej Pogacar aus Slowenien liegt weiter vorn – mit 2:42 Minuten Vorsprung vor dem Dänen Jonas Vingegaard. Auf Platz drei folgt Pogacars Teamkollege Isaac del Toro aus Mexiko. Für die deutschen Fans war Pascal Ackermann der beste Fahrer im Tagesklassement: Er wurde Siebter.

Am Sonntag wartet eine ganz andere Etappe: Es geht 185,5 Kilometer von Malemort nach Ussel, mit etwa 3.300 Höhenmetern. Das Profil ist hügelig und schwer – perfekt für Ausreißer, die sich vom Hauptfeld absetzen wollen. Danach ist am Montag der erste Ruhetag, an dem die Fahrer sich erholen können, bevor die Tour in die entscheidenden Bergetappen startet.