Bei einem Ausbruch des Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius" sind drei Menschen gestorben – teils erst jetzt bekannt geworden.
Im April brach auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius" das Hantavirus aus. Das Schiff fuhr von der Südspitze Argentiniens Richtung Kapverden. Zwölf Leute wurden positiv getestet, ein weiterer Fall galt als wahrscheinlich, drei Passagierinnen und Passagiere starben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte den Ausbruch Anfang Juli für beendet. Jetzt, am Dienstag, teilte das Gesundheitsministerium von Venezuela mit, dass drei Patienten mit bestätigter Hantavirus-Diagnose im Bundesstaat Anzoátegui im Osten des Landes gestorben sind.
Hantaviren werden meist durch Urin, Kot oder Speichel von infizierten Nagetieren übertragen – zum Beispiel, wenn man Staub davon einatmet. Sie können schwere Atemwegserkrankungen auslösen. Von Mensch zu Mensch wird das Virus laut Bericht nicht weitergegeben. Eine Impfung gibt es bisher nicht.
