Die Behörde in Passau hat einen großen Pumpspeicher genehmigt, gegen den Naturschützer geklagt hatten — der Bau kann nun starten.

Was ist passiert? In Niederbayern soll ein riesiges Pumpspeicherwerk entstehen, das „Riedl“. Stell dir eine Art überdimensionale Batterie vor: Wenn zu viel Strom aus Sonne und Wind da ist, wird Wasser in einen höher gelegenen Stausee gepumpt. Braucht man später Strom, lässt man das Wasser wieder talwärts fließen — und erzeugt dabei Energie. Die Behörde in Passau hat jetzt gesagt: Der Bau darf sofort losgehen, weil das Projekt für die sichere Stromversorgung wichtig ist. Eine Umweltorganisation, der Bund Naturschutz, findet den Eingriff in die Natur problematisch und prüft, ob sie weiter dagegen kämpft.

Wer hilft hier wem? Auf der einen Seite steht der österreichische Energiekonzern Verbund, der das Kraftwerk baut. Er sagt, der Speicher ist nötig, damit nicht ständig überschüssiger Solarstrom verloren geht. Auf der anderen Seite setzen sich Naturschutzverbände dafür ein, dass die Wälder, Tiere und Pflanzen rund um das geplante Baugebiet geschützt bleiben. Die Behörde versucht, diese Interessen gegeneinander abzuwägen, und hat Auflagen zum Schutz der Natur in die Genehmigung geschrieben.