Forschende haben ausgerechnet: Bis 2100 werden weniger Menschen in riesigen Städten leben als bisher angenommen.
Weltweit leben heute ungefähr 24 Prozent der Menschen in einer Stadt mit mehr als einer Million Einwohnerinnen und Einwohnern. 1975 waren es erst etwa elf Prozent. Eine neue Studie des Complexity Science Hub und der ETH Zürich zeigt nun: Bis zum Jahr 2100 werden es rund 38 Prozent sein – also weniger als bisher erwartet.
Die Forschenden haben dafür Daten aus den Jahren 1975 bis 2025 ausgewertet. In Ländern, in denen erst wenige Menschen in Städten leben – zum Beispiel in Teilen Asiens und Afrikas –, wuchsen große Städte zuletzt etwa 7,3 Prozent schneller als der Durchschnitt. In Europa und Amerika hingegen wuchsen Millionenstädte ungefähr im gleichen Tempo wie alle anderen Städte des Landes.
Großstädte bringen Vorteile: Menschen dort sind laut den Forschenden oft innovativer und produktiver. Aber sie bringen auch Nachteile: Sie verbringen mehr Zeit im Verkehr und haben ein höheres Risiko für bestimmte Krankheiten. Das Wachstum von Großstädten folgt laut Studie einem typischen Lebenszyklus – am Anfang wachsen sie schnell, später verlangsamt sich das Tempo.
