Eine Hitzewelle trifft Deutschland – und in vielen Großstädten weltweit wird ausprobiert, wie man Bewohnerinnen und Bewohner kühlen kann.
In Großstädten staut sich die Hitze. Asphalt, Beton und Häuserschluchten heizen sich tagsüber stark auf und geben die Wärme nachts kaum ab – das macht das Schlafen oft schwer. Genau deshalb überlegen Städte, wie sie sich besser gegen Hitze wappnen können.
Viele Städte setzen auf mehr Grün: In Medellín in Kolumbien wurden stark befahrene Straßen in grüne Korridore mit Tausenden Bäumen verwandelt – die Temperatur dort sank nach Angaben der Stadt um rund zwei Grad. Paris hat rund 1.400 Cooling Spots eingerichtet, also schattige Plätze und kühle Räume, die im Sommer offenstehen. Auf Plätzen stehen kostenlose Trinkwasserspender und Nebelduschen, die dich im Vorbeigehen kurz abkühlen.
Auch die Stadtplanung kann helfen. In Barcelona gibt es sechs „Superblocks": mehrere Häuserblocks, in denen Autos höchstens zehn Stundenkilometer fahren dürfen. So entstehen Räume für Fußgänger, Radfahrer, Cafés und Schatten. Singapur kühlt ganze Büroviertel mit einem unterirdischen Netz aus eiskaltem Wasser, das einzelne Klimaanlagen ersetzt. So wird weniger Strom verbraucht und weniger Abwärme erzeugt.
