Ein Immobilienunternehmen will in Gmunden am Traunsee ein großes Hotel und Wohnungen bauen – und die Stadtpolitiker streiten darüber.

Das Unternehmen Soravia plant auf dem Gelände des alten Seebahnhofs in Gmunden ein Projekt namens „Seeviertel". Es soll ein Hotel mit 110 Zimmern, 90 Wohnungen, Geschäften, Büros und einem Spa geben. Insgesamt kostet das Vorhaben rund 170 Millionen Euro. Das Hotel wird unter der Marke Marriott geführt und bekommt vier Sterne plus. Baustart soll im Frühsommer 2027 sein, mit der Eröffnung rechnet man frühestens 2030.

Damit das Projekt zustande kommen konnte, hat die Gemeinde Gmunden dem Unternehmen ein Baurecht für 86 Jahre gegeben. Zuerst musste aber der Gemeinderat zustimmen. Der Vertrag sah ursprünglich vor, dass mindestens 75 Prozent der Wohnungen als Hauptwohnsitze – also als ständiger Wohnsitz – genutzt werden müssen. Doch jetzt wurde diese Quote per Grundsatzbeschluss auf 25 Prozent gesenkt. Das bedeutet: Bis zu 75 Prozent der Wohnungen dürfen Zweitwohnsitze sein, also zum Beispiel Ferienwohnungen.