In Potsdam soll bis 2035 ein neuer Uni-Campus entstehen, und 77 Menschen und Behörden haben dazu schon ihre Meinung gesagt.

Am Brauhausberg in Potsdam steht seit vielen Jahren ein altes, denkmalgeschütztes Gebäude leer. Früher tagte dort der Landtag von Brandenburg, in der DDR-Zeit nannte man den Bau wegen seiner SED-Zentrale sogar "Kreml". Im August 2023 brannte das Dach des Hauses komplett aus. Jetzt soll dort ein neuer Uni-Campus entstehen.

Hinter dem Projekt steht Hasso Plattner, der Gründer des Software-Konzerns SAP. Mit seiner Stiftung will er das Hasso-Plattner-Institut (HPI) erweitern, das zur Universität Potsdam gehört. Auch Jura und Sozialwissenschaften sollen vom Campus Griebnitzsee an den neuen Standort nahe dem Hauptbahnhof ziehen. Mit dem neuen Campus soll Potsdam bei der Forschung zu Künstlicher Intelligenz international stärker mitmischen.

Bevor gebaut werden darf, muss die Stadt einen Bebauungsplan aufstellen. Dafür werden gerade Gutachten zum Beispiel zu Verkehr, Lärm, Boden und Luft erstellt. Im zweiten Halbjahr 2026 soll der Planentwurf fertig sein. Danach stimmt die Stadtverordnetenversammlung, also das gewählte Stadtparlament, voraussichtlich 2027 über den Plan ab.