In Oberösterreich baut Google ein riesiges Rechenzentrum, doch im selben Bundesland gibt es kaum neue Windräder, um den zusätzlichen Strom zu erzeugen.
In Kronstorf in Oberösterreich entsteht in den nächsten zwei Jahren ein großes Rechenzentrum von Google. Rund 100 neue Arbeitsplätze sollen dort geschaffen werden. Ein Rechenzentrum braucht allerdings extrem viel Strom – so viel wie mehrere zehntausend Haushalte zusammen. Für Kronstorf steigt der Strombedarf von 1,3 auf bis zu 3,5 Terawattstunden pro Jahr. Das ist rund ein Viertel des gesamten Stroms, der in ganz Oberösterreich verbraucht wird.
Damit der Strom möglichst klimafreundlich ist, soll er laut Google zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien kommen. Doch in Oberösterreich stehen nur 31 Windräder – im Burgenland sind es 460. Und in den letzten elf Jahren wurde laut Grünen-Landessprecher Stefan Kaineder nur ein einziges neues Windrad in Oberösterreich eröffnet. Viele Menschen im Land haben nämlich Vorbehalte gegen neue Windräder in ihrer Nachbarschaft. Andere Bundesländer wie Salzburg, Tirol, das Burgenland und Kärnten schaffen es bereits, ihren Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu decken.
