Der Tech-Konzern Google plant in Kronstorf in Oberösterreich ein riesiges Datacenter, das viel Strom verbrauchen wird – Umweltschützer und Politiker stellen kritische Fragen.

Was ist passiert? Google hat in Kronstorf in Oberösterreich Pläne für ein neues Datacenter eingereicht. Das Gelände ist 50 Hektar groß – das entspricht ungefähr 70 Fußballfeldern. Der Spatenstich war schon im April, die Eröffnung soll 2027 stattfinden. Google will dort 100 neue Arbeitsplätze schaffen. Allerdings hat Google angekündigt, dass das Datacenter im Endausbau bis zu 500 Megawatt Strom brauchen könnte. Das ist so viel, wie eine Kleinstadt verbraucht. Umweltschützer warnen, dass das Projekt sehr viel Energie und fruchtbares Ackerland verbraucht.

Wer hilft? Mehrere Menschen und Organisationen setzen sich für mehr Transparenz und Umweltschutz ein. Der WWF und Greenpeace fordern strenge Umweltauflagen und wollen, dass alle Verträge zwischen der Politik und Google offengelegt werden. Die Bürgerinitiative Rechenzentrum Kronstorf organisiert eine Kundgebung am 17. Juli, um auf ihre Bedenken aufmerksam zu machen. Auch Landespolitiker wie Stefan Kaineder von den Grünen und Martin Winkler von der SPÖ fordern, dass die Umweltauswirkungen genau geprüft und die Bevölkerung informiert wird. Sie wollen außerdem, dass neue Energiequellen wie Wind- und Sonnenenergie ausgebaut werden.