Im Kieler Stadtteil Mettenhof laufen seit dem Morgen Polizei und Staatsanwaltschaft einen Großeinsatz in einem Hochhaus – sie suchen nach einer Person, die einen Stein auf einen Streifenwagen geworfen hat.

Was ist passiert? In der Nacht zum 2. Juli hat jemand aus einem 25-stöckigen Wohnhaus am Kurt-Schumacher-Platz – manche nennen es den „Weißen Riesen" – einen Pflasterstein auf einen Streifenwagen geworfen. Der Stein zerschlug die Frontscheibe und eine 25-jährige Polizistin wurde an der Hand und am Fuß verletzt. Sie konnte danach nicht mehr arbeiten. Die Staatsanwaltschaft bewertet den Vorfall als versuchtes Tötungsdelikt, also als sehr schwere Straftat.

Wer hilft jetzt? Rund 100 Polizistinnen und Polizisten sichern seit dem frühen Dienstagmorgen das Hochhaus Stockwerk für Stockwerk von oben nach unten. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von Tür zu Tür und bitten Bewohnerinnen und Bewohner, freiwillig eine DNA-Probe abzugeben. Auf dem Stein waren DNA-Spuren, die jetzt mit den Proben verglichen werden sollen. Die Probe wird nur für diesen Fall benutzt und danach vernichtet. Eine DNA-Untersuchung in dieser Größe hat es in Schleswig-Holstein laut Staatsanwaltschaft schon lange nicht mehr gegeben.