In Hamburg haben am frühen Donnerstagmorgen rund 200 Polizistinnen und Polizisten eine große Flüchtlingsunterkunft kontrolliert – wegen eines Verdachts auf Kindergeldbetrug.

Was ist passiert? Gegen 6 Uhr morgens hat die Polizei das sogenannte Ukraine-Haus in der Unterkunft am Überseering im Stadtteil Winterhude umstellt. Die Beamten haben die Ein- und Ausgänge abgesperrt und überprüft, wer dort wohnt. Es ging um 150 Verdachtsfälle, bei denen möglicherweise falsche Angaben zu Identitäten oder Staatsangehörigkeiten gemacht wurden. Dabei wird zum Beispiel geprüft, ob Kinder wirklich dort leben, wo sie offiziell gemeldet sind. Die Aktion dauerte weniger als zwei Stunden.

Wer hilft und kontrolliert? Der Einsatz lief unter der Leitung der Bundesagentur für Arbeit. Das ist die Behörde, die in Deutschland Kindergeld auszahlt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Familienkasse waren mit dabei. Außerdem waren Kräfte der Landespolizei und des Landeskriminalamts im Einsatz. Sie haben gemeinsam die Personalien der Bewohnerinnen und Bewohner geprüft. So soll herausgefunden werden, ob jemand zu Unrecht Geld bekommt.