Am Sonntag wollen Zehntausende in Genf friedlich gegen den G7-Gipfel im benachbarten Frankreich protestieren.
In Genf, einer Stadt ganz in der Nähe des französischen Évian, findet am Sonntag eine große Demonstration statt. Sie heißt "No G7" und richtet sich gegen das Treffen der mächtigsten Industrieländer. Die Polizei rechnet mit ungefähr 50.000 Teilnehmenden. Auch du hast in solchen Situationen das Recht, deine Meinung zu sagen – Demonstrationen sind in der Schweiz und in Deutschland grundsätzlich erlaubt, solange sie angemeldet und friedlich bleiben.
Viele Menschen in Genf haben aber Angst. Vor 23 Jahren gab es an derselben Stelle eine Demonstration, die in Gewalt und Plünderungen endete. Deshalb haben Geschäfte und Banken ihre Schaufenster mit Holzplatten geschützt, und die Polizei kontrolliert seit Tagen Autos und Ausweise.
Die Behörden nehmen die Sorgen ernst. Mehr als 7.000 Polizistinnen und Polizisten sind im Einsatz, dazu kommen Einheiten der Schweizer Armee. Grenzübergänge wurden geschlossen, Personenkontrollen laufen. Polizeichefin Monica Bonfanti sagte, die Erlebnisse von 2003 seien ein Trauma für die Genfer Polizei gewesen. Ziel der vielen Einsatzkräfte ist, dass die Demonstration friedlich bleibt und alle Beteiligten – Demonstrierende, Anwohnende, Geschäftsleute – geschützt werden.
