Eine neue Studie zeigt, dass große Tech-Firmen ihre Klimaversprechen bei Künstlicher Intelligenz schönreden – und dabei vor allem die richtig stromfressenden Anwendungen ausblenden.

Was ist passiert? Organisationen wie AlgorithmWatch und Beyond Fossil Fuels haben 154 öffentliche Aussagen von Tech-Konzernen zu den angeblichen Klimavorteilen von KI unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Nur etwa ein Viertel der Behauptungen war durch echte wissenschaftliche Studien gedeckt. Mehr als ein Drittel hatte überhaupt keine Belege. Viele Firmen verweisen einfach auf ihre eigenen Webseiten. Die Forschenden sprechen von einer neuen Art von Greenwashing – also davon, dass sich Unternehmen grüner darstellen, als sie wirklich sind.

Wer hilft? Die Studie wurde von mehreren Nichtregierungsorganisationen gemeinsam erstellt. Julian Bothe von AlgorithmWatch erklärt, dass traditionelle KI – zum Beispiel für Wettervorhersagen – durchaus mit wenig Energie auskommen kann. Die riesigen neuen Modelle wie ChatGPT, die gerade gehypt werden, fressen dagegen Unmengen an Strom und Wasser und bringen der Umwelt null Vorteile. Solche Untersuchungen machen Druck auf die Politik, damit Nachhaltigkeitsversprechen in Zukunft besser überprüft werden.