Ein Gericht in München hat Google verboten, in seinen KI-Kurztexten über der Suchergebnisse falsche und schädliche Aussagen über zwei Verlage zu zeigen.
Stell dir vor, du googelst eine Firma und ganz oben, noch vor den echten Links, steht ein automatisch erzeugter Text, der behauptet, die Firma betrüge ihre Kunden. Genau das ist mit zwei deutschen Verlagen passiert. Die KI-Zusammenfassung von Google hat Dinge erfunden, zum Beispiel dass die Verlage Abofallen bauen oder Geld verlangen, obwohl sie schon bezahlt wurden. Solche automatischen Antworten heißen «KI-Übersichten» und stehen seit 2024 bei vielen Suchanfragen ganz oben.
Die Verlage haben Google darauf hingewiesen, dass die Aussagen falsch sind. Google hat aber nicht reagiert. Deshalb sind sie vor das Landgericht München I gezogen. Das Gericht hat entschieden, dass Google für das, was in den KI-Texten steht, mitverantwortlich ist – auch wenn Quellen verlinkt sind, die das Ganze gar nicht stützen. Google darf die falschen Sätze also vorerst nicht mehr anzeigen. Google sagt allerdings, das Urteil ist noch nicht endgültig.
