Der bekannte Göttinger Kunst- und Fotobuchverlag Steidl ist in eine vorläufige Insolvenz gerutscht.

Was ist passiert? Der Verlag Steidl aus Göttingen hat finanzielle Probleme. Am 10. Juli 2026 hat ein Gericht deshalb ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet. Das bedeutet: Ein erfahrener Anwalt schaut sich jetzt an, wie viel Geld fehlt und ob man den Verlag retten kann. Im Raum stehen vor allem nicht gezahlte Beiträge für die Sozialversicherung, also Abgaben für Kranken- oder Rentenversicherung. In manchen Fällen wurden auch Löhne fünf oder sechs Monate lang nicht ausgezahlt.

Wer hilft? Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Stefan Liese bestellt, ein Rechtsanwalt aus Braunschweig. Er prüft die Lage und sucht nach Wegen, den Verlag zu sancieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden seit etwa eineinhalb Jahren vom Göttinger Arbeitsrechtler Sascha John vertreten, der ihre ausstehenden Gehälter einklagt. Außerdem gibt es in solchen Fällen die Möglichkeit, Insolvenzgeld über die Bundesagentur für Arbeit zu bekommen – so bekommen Betroffene zumindest einen Teil ihres Lohns vorfinanziert.