Ein internationales Gericht in Den Haag hat entschieden, dass Ruanda keinen Schadensersatz von Großbritannien bekommt, nachdem ein umstrittener Asyl-Deal geplatzt ist.

Stell dir vor, zwei Länder machen einen Vertrag. Das eine Land zahlt viel Geld, das andere nimmt dafür Geflüchtete auf. So einen Deal hatten Großbritannien und Ruanda ab 2024. Doch dann kam in Großbritannien eine neue Regierung an die Macht und sagte: Diesen Vertrag machen wir nicht mehr. Ruanda fand das unfair und wollte vor Gericht rund 115 Millionen Euro Schadensersatz.

Das Gericht in Den Haag hat jetzt aber entschieden: Großbritannien muss nicht zahlen. Die Richter sagten, die Kündigung war rechtlich in Ordnung. Ruandas Vorwurf, es habe keine schriftliche Info gegeben, ließen sie nicht gelten. Nur vier Menschen waren überhaupt freiwillig nach Ruanda gereist – der ganze Plan war also kaum genutzt worden.