In Europa sind rund 200.000 gefälschte Kondome aus dem Verkehr gezogen worden – sie stammen aus China.

Was ist passiert? Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) hat zusammen mit Zollbehörden in Rumänien, Serbien und Spanien ungefähr 200.000 gefälschte Kondome gefunden und aus dem Handel genommen. Die Produkte waren in Versandpapieren als Spielzeuge angegeben, waren aber Verhütungsmittel. Sie trugen den Namen und das Logo einer bekannten Marke. Tests haben gezeigt, dass sie die EU-Qualitätsstandards für medizinische Produkte nicht erfüllen – sie sind also nicht auf Haltbarkeit, Stabilität oder Verunreinigungen geprüft worden.

Wer hilft? Die Behörden gehen gegen die Fälscher vor. OLAF hat gemeinsam mit chinesischen Behörden die Exporteure ausfindig gemacht. Auch der EU-Zoll und nationale Verbraucherschutzstellen sind eingebunden. OLAF-Direktor Petr Klement hat deutlich gewarnt: „Gefälschte Kondome sind gefährlich. Sie sind nicht getestet, unkontrolliert und unsicher." Du kannst dich also an Verbraucherschutzstellen oder Apotheken wenden, wenn du unsicher bist, ob ein Produkt echt ist.

Was kannst du tun? Achte beim Kauf von Kondomen darauf, dass die Verpackung unbeschädigt ist und das Haltbarkeitsdatum nicht überschritten wurde. Kaufe am besten in der Apotheke, im Drogeriemarkt oder bei seriösen Online-Händlern. Wenn dir eine Verpackung komisch vorkommt, zum Beispiel Rechtschreibfehler oder ein ungewöhnliches Aussehen hat, dann benutze sie lieber nicht und melde den Fall beim Verbraucherschutz.