Im Jahr 2024 sind in Deutschland rund 23 Millionen Tonnen gefährlicher Abfall entstanden – etwas mehr als im Jahr davor.

Das Statistische Bundesamt hat mitgeteilt: "Rund 23 Millionen Tonnen gefährliche Abfälle sind 2024 in Deutschland angefallen." Im Vergleich zum Vorjahr sind das 2,4 Prozent mehr. Solche Abfälle sind nicht einfach normaler Hausmüll. Sie können zum Beispiel "brandfördernd, krebserregend oder reizend sein", erklären die Fachleute. Deshalb "müssen sie speziell entsorgt werden".

Den größten Anteil an diesem Müll haben Bau- und Abbruchabfälle – etwa 39 Prozent der Gesamtmenge. Auch Klärschlamm aus Klärwerken spielt eine große Rolle. "Bau- und Abbruchabfälle sowie Klärschlamm machten den Großteil aus", heißt es in der Mitteilung. Typische Beispiele für gefährlichen Abfall sind alte Batterien mit Blei, Nickel oder Cadmium, Leuchtstoffröhren, verunreinigte Verpackungen oder chlorierte Maschinen- und Getriebeöle.

Interessant ist auch, wo dieser Müll entsteht. Etwa 71 Prozent fallen direkt in den Betrieben an, in denen produziert oder gebaut wird. Diese Unternehmen werden "Primärerzeuger" genannt. Der Rest, rund 29 Prozent, entsteht erst später – zum Beispiel in Zwischenlagern oder bei speziellen Entsorgungsfirmen, die den Abfall weiter behandeln.