Die österreichische Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner möchte, dass Parteien verpflichtend einen bestimmten Anteil an Frauen auf ihre Wahllisten setzen müssen.

Eva-Maria Holzleitner ist Frauenministerin in Österreich und Mitglied der SPÖ. Sie hat gesagt: Wenn eine Partei bei einer Wahl antreten will, muss ein bestimmter Prozentsatz der Plätze auf der Liste mit Frauen besetzt sein. Wie hoch dieser Prozentsatz genau sein soll, darüber müsse man noch diskutieren, findet sie.

In Holzleitners eigener Partei, der SPÖ, gibt es gerade Diskussionen über den Frauenanteil. Aktuell sind 39 Prozent der SPÖ-Abgeordneten im Nationalrat Frauen, also weniger als 40 Prozent. Deshalb hat die Partei eine Förderung verloren. Außerdem sind alle Landesparteichefs der SPÖ Männer.

Zum Vergleich: Bei den Grünen sind 56 Prozent der Abgeordneten Frauen, bei der FPÖ nur knapp 23 Prozent. Holzleitner sagt, andere Länder hätten gute Erfahrungen mit einer solchen Quote gemacht. Perspektivisch, also in Zukunft, wolle sie das Wahlrecht in Österreich in diesem Sinne ändern.