Frankreichs Parlament entscheidet, ob schwerkranke Erwachsene unter bestimmten Regeln Hilfe beim Sterben bekommen sollen.
Frankreich diskutiert diese Woche ein neues Gesetz. Es soll erwachsenen Patientinnen und Patienten erlauben, ein tödliches Mittel selbst einzunehmen, wenn sie unheilbar krank sind und bald sterben werden. Die Bedingungen sind streng: Die Krankheit muss weit fortgeschritten sein, starkes Leiden muss bestehen, und mehrere Ärzte müssen zustimmen. Kinder, Menschen mit Behinderung oder ohne festen Wohnsitz in Frankreich sind ausgeschlossen.
Viele Helferinnen und Helfer begleiten die Debatte. In Deutschland gibt es zum Beispiel die Telefonseelsorge unter 0800/111 0 111 oder 0800/111 0 222 – dort kannst du rund um die Uhr kostenlos anrufen, wenn dich das Thema belastet. Auch in Frankreich haben sich Bürgerinnen und Bürger in einem großen Konvent (einer Art Versammlung von zufällig ausgewählten Menschen) zwei Jahre lang mit dem Lebensende beschäftigt. Umfragen zeigen, dass rund neun von zehn Französinnen und Franzosen eine Regelung für aktive Sterbehilfe befürworten.
