Ein internationales Team mit dem Wiener Forscher Christian Köberl hat herausgefunden, welche Art von Asteroid die Dinosaurier vor 66 Millionen Jahren getroffen hat.
Vor etwa 66 Millionen Jahren krachte ein riesiger Asteroid auf die Erde. Er schlug im heutigen Golf von Mexiko ein und hinterließ einen riesigen Krater, den Chicxulub-Krater. Durch den Aufprall starben rund 75 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten aus – darunter die Dinosaurier. Der Staub, der in die Atmosphäre geschleudert wurde, verdunkelte den Himmel über Jahre hinweg. Es wurde so kalt, dass viele Pflanzen nicht mehr wachsen konnten – einen sogenannten „Impakt-Winter“.
Ein internationales Forschungsteam hat nun genauer untersucht, woher dieser Asteroid kam. Christian Köberl von der Universität Wien und Kolleginnen und Kollegen aus Frankreich, Belgien und Kanada analysierten winzige Spuren in Gesteinen rund um den Globus. Sie maßen sogenannte Nickel-Isotope und verglichen sie mit verschiedenen Meteoriten-Typen. Das Ergebnis: Der Asteroid war ein sogenannter CO-Chondrit – ein sehr seltener Meteorit aus dem äußeren Teil des Asteroidengürtels nahe der Jupiterbahn. Solche Brocken stammen aus der Frühzeit des Sonnensystems und sind seit Milliarden Jahren kaum verändert. Nur etwa zwei bis drei Prozent aller Meteoriten auf der Erde gehören zu dieser Gruppe.
