Der Chef des Fußball-Weltverbands FIFA, Gianni Infantino, ist während der WM in Nordamerika mit dem Flugzeug fast zweieinhalb Mal um die Erde gereist – das haben Journalisten herausgefunden.

Was ist passiert? Journalisten der Nachrichtenagentur AP haben Flugdaten ausgewertet. Demnach ist FIFA-Präsident Gianni Infantino zwischen dem 9. Juni und dem Finaltag ungefähr 95.403 Kilometer geflogen. Zum Vergleich: Einmal um die Erde am Äquator sind etwa 40.000 Kilometer. Er besuchte Spiele in allen 16 Stadien in den USA, Kanada und Mexiko und war bei 43 von 104 Spielen im Stadion. Für die Reisen nutzte er vermutlich einen privaten Jet vom Typ Gulfstream G650, der von der Charter-Abteilung des WM-Sponsors Qatar Airways kam. Forscher schätzen, dass das Flugzeug dabei etwa 813 Tonnen CO2 ausgestoßen hat – das ist eine riesige Menge des Gases, das die Erde erwärmt.

Wer hilft? Die FIFA hat in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie versprochen, die CO2-Emissionen bei Weltmeisterschaften bis 2030 zu halbieren und bis 2040 komplett klimaneutral zu werden. Das bedeutet: Der Verband will mit gutem Beispiel vorangehen. Journalisten und Umweltorganisationen beobachten, ob solche Versprechen wirklich eingehalten werden. Auch du kannst helfen, indem du kritisch nachfragst, wenn große Sportverbände viel reisen, und Themen wie Klimaschutz im Sport wichtig findest.