Der britische Politiker Nigel Farage steckt in einer Spendenaffäre und muss bei einer Nachwahl gegen einen ungewöhnlichen Gegner antreten.

Was ist passiert? Nigel Farage ist Chef der rechtspopulistischen Partei Reform UK. Er hat eine sehr große Spende von einem Krypto-Milliardär nicht offengelegt, obwohl das die Regeln des Parlaments verlangen. Die Spende war umgerechnet 5,8 Millionen Euro wert. Der britische Premierminister Keir Starmer hat Farage deshalb scharf kritisiert. In Umfragen verliert Reform UK gerade an Zustimmung, und die Partei hat drei Nachwahlen in Folge verloren. Politikwissenschaftler sagen: Farage wirkt normalerweise, als würde ihm Kritik nichts anhaben können – aber diesmal bekommt sein Image Kratzer.

Wer hilft oder beobachtet? Politikwissenschaftler wie Tim Bale von der Queen-Mary-Universität in London analysieren die Lage. Er sagt, Farage versuche, sich als Opfer darzustellen, obwohl er selbst Regeln gebrochen habe. Bale sieht darin eine Strategie wie bei Donald Trump. Die Wählerinnen und Wähler in Farages Wahlkreis Clacton-on-Sea haben nun die Möglichkeit, bei der Nachwahl Anfang August ein Urteil zu fällen. Außerdem tritt ein ungewöhnlicher Gegenkandidat an: Count Binface, ein Satiriker im Mülleimer-Helm, der eigentlich ein „intergalaktischer Krieger“ sein will.